Hilfebereich (FAQ) – häufig gestellte Fragen und Antworten

Was ist homeway?

homeway ist ein Open-Access-Verkabelungssystem, das in Neubauten oder Kernsanierung von Wohnobjekten Anwendung findet. Die Aufgabe von homeway ist es, von Providern gelieferte Dienste (Internet, Telefon, TV) hochperformant auf alle Wohnräume zu verteilen. Mit homeway werden die herkömmlichen Einzelnetze für Fernsehen, Netzwerk und Telefon durch ein einziges, integriertes System gleichwertig ersetzt. Die Vorteile von homeway gegenüber Einzelsystemen liegen in der Ästhetik, der Wirtschaftlichkeit und der Kompatibilität zu allen marktüblichen Providermodellen und Komponenten.

Was ist das Besondere an homeway?

homeway ist wegen drei Eigenschaften besonders:
1.) Die Kombination aus Netzwerk- und Antennentechnik.
2.) Die modular aufgebauten Anschlussdosen.
3.) Die Anpassung aller Systemkomponenten auf die Anforderungen im Wohnbereich.

Zu 1.) Bei homeway sind eine LAN-Verkabelung und eine Koaxialverkabelung in einem Kabelsystem verheiratet worden. Das gilt für die Verlegekabel, die modularen Anschlussdosen und einige Komponenten in der Zentrale.
Dabei ist zu bemerken, dass jedes Teilsystem für sich genommen zu 100% die Leistungsmerkmale einer herkömmlichen Einzelverkabelung hat. Das führt zu 100% Performance, Einhaltung sämtlicher Normen, uneingeschränkter Kompatibilität zu allen marktüblichen Multimediageräten und Verteilkomponenten und vor allem zu erheblich reduziertem Aufwand beim Einbau.

Zu 2.) Die Aufteilung der homeway Dosenlösung in Basiseinheit und Funktionsmodule erlaubt eine Nutzungsänderung der Verkabelung, ohne dabei die Verdrahtung selbst verändern zu müssen. Mit den Steckmodulen kann homeway sekundenschnell aufgerüstet oder an aktuelle Anforderungen angepasst werden. Das ist ein wichtiger Aspekt in Sachen Zukunftssicherheit und macht homeway einzigartig.

Zu 3.) Kombinierte Doseneinheiten, ultraschlanke Kabel, platzsparende Verteilkomponenten für die Zentrale – so ist homeway auf die ästhetischen und funktionellen Anforderungen jeder Wohnumgebung optimal angepasst.

Wie bewährt ist das homeway System?

Bereits seit 1997 wurde in den SIEMENS-Laboratorien an einer Zusammenführung von Bild-, Sprach- und Datendiensten zu einem intelligenten System für den Wohnbau gearbeitet. Das Ergebnis einer dreijährigen Entwicklungszeit war das weltweit erste universelle Verkabelungssystem für den Wohnbau mit dem Namen „homeway“. Seit dem wurde homeway ständig weiterentwickelt und an aktuelle Marktanforderungen angepasst.

Der Marktanteil im Neubau dürfte im zweistelligen Prozentbereich liegen, mehr als eine halbe Million Nutzer genießen mittlerweile die Vorzüge des homeway Systems.

Ist homeway proprietär?

Nein, wir sehen das nicht so.
„Proprietär“ wird wie folgt definiert (Quelle: Wikipedia)
„…Es wird in Bezug auf Soft- und Hardware, die auf herstellerspezifischen, nicht veröffentlichten Standards basiert, verwendet, um diese zu freier Software und freier Hardware abzugrenzen…“

Basiert nun homeway auf herstellerspezifischen, nicht veröffentlichten Standards?
Als herstellerneutrale und veröffentlichte Standards dürfte zu verstehen sein, welche Normen und Richtlinien beim Einsatz und der Definition einschlägiger Technik zugrunde liegen.
Hierbei sind vordergründig die bekannten Normenreihen EN 50173, DIN 18015 und diverse Normen für koaxiale Kabel- und Steckertechnik zu nennen.
Fakt ist, dass homeway alle diese Normen und Richtlinien einhält und die Art der Signalübertragung sich in keinem Punkt von herkömmlichen Einzelsystemen unterscheidet.

Aus diesem Grund ist homeway umfassend und uneingeschränkt kompatibel zu:
– Allen marktüblichen Providermodellen (Zweidraht-, Koax- oder Glasfasernetze)
– Allen marktüblichen aktiven und passiven Verteilgeräten (Router, Switches, TK-Anlagen, SAT-Multischalter und CATV-Verteilungen)
– Allen marktüblichen Endgeräten (PC´s, Telefone, Faxgeräte, SAT- und CATV-Receiver etc.)

Besteht nun in der Kombination der Dienste oder dem modularen Aufbau das Proprietäre?
Sowohl das Arbeiten mit austauschbaren Modulen als auch das Übertragen von mehreren Diensten in einem Kabel ist seit mehr als 20 Jahren gängige Praxis und nach DIN EN 50173-1 und DIN EN 50173-4 ausdrücklich erlaubt.
Die Kombination von Anwendungen ist in denselben Normen konkret beschrieben (obwohl es hier nicht um technische Grundlagen, sondern um die Art der Ausführung handelt, wozu Normen normalerweise nichts aussagen).

Warum wird homeway als System angeboten?

Auf diese Weise garantieren wir das optimale Zusammenspiel der Komponenten und die ideale Anpassung an die Anforderungen im Wohnbereich. Außerdem wollen wir unseren Kunden umfassenden Beratungs- und Betreuungsservice bieten, was nur bei einer nachvollziehbaren Materialauswahl und somit bekannten Produkteigenschaften möglich ist.
Bekannterweise ist es bei „Mix&Match“ – Verkabelungen für einen Bauherren schwierig bis unmöglich, einen Ansprechpartner auf Herstellerseite zu finden, der sich des Problems annimmt – schuld ist grundsätzlich immer der Andere.

Aber rein theoretisch kann beispielsweise an unser GREENforMEDIA-Kabel auch herkömmliche Dosen- und Verteilertechnik angeschlossen werden.

Wofür wird homeway verwendet?

Das Kabel- und Dosensystem von homeway ermöglicht es, von den einzelnen Wohnräumen aus auf die Anschlüsse für LAN und Telefon der aktiven Geräte, die an einem zentralen Punkt untergebracht werden, zuzugreifen. Aktive Geräte sind z.B. Router, LAN-Switches und SAT-Multischalter.

Wo kann homeway angewendet werden?

homeway kann angewendet werden bei der Errichtung und Renovierung von:

  • Alle Arten von Einfamilienhäusern
  • Alle Arten von Mehrfamilienhäusern/Wohnungen
  • Wohnheime
  • Hotels
  • Im Neubau
  • Bei Kernsanierungen

Wie wird homeway geplant?

Mit dem homeway Konfigurator können Interessenten und Planer unverbindlich das Material für eine homeway Verkabelung ermitteln.

Wie läuft die Installation von homeway ab?

Die Installation der homeway Grundkomponenten (homeway Dosen, Verlegekabel, Verteilerfeld) erfolgt üblicherweise durch ein Elektroinstallationsunternehmen. Wir empfehlen, auf homeway-zertifizierte Betriebe zurückzugreifen. Diese Betriebe wurden von unserem Fachpersonal in Theorie und Praxis geschult und geprüft. Das ist die beste Grundlage für ein ordentliches Ergebnis. Zudem erhält der Bauherr nur so Gewährleistung auf das Gesamtwerk.

Wo bekomme ich homeway?

Als Bauherr:

  • Die Hausbaufirma oder den Bauträger beauftragen, die Multimediaverkabelung mit dem System homeway auszuführen
    oder
  • Die Hausbaufirma nur die Leerrohre (nach Ihren Vorgaben) legen lassen und selbst einen geeigneten Installationsbetrieb beauftragen.
  • Bei Fragen, Unklarheiten oder Hilfebedarf immer auch gern bei homeway nachfragen. Unsere Service-Hotline ist erreichbar unter: 09568 – 8979 30.

Als Installateur:

  • Bei allen namhaften Elektro-Großhändlern in Deutschland.

Wie viel kostet homeway?

Vergleich der homeway Multimedia-Lösung mit einer konventionellen Lösung

Da homeway vom Elektriker eingebaut wird, sind wir als Hersteller nicht in der Position, Komplettkosten inklusive Einbauleistung zu bestimmen. Erfahrungsgemäß ist homeway im direkten 1:1 Vergleich zu herkömmlichen Einzelsystemen unterm Strich etwas günstiger, weil die Aufwandsersparnis erheblich ist.

homeway ersetzt in einem neuen Zuhause, ganz egal ob Wohnung oder Einfamilienhaus, drei verschiedene Verkabelungssysteme. Dank der einzigartigen Kombination aus Antennen-, Telefon- und Netzwerkdiensten auf Basis eines Hybridkabels stehen dem Bauherren über die patentierte Multimediadose alle Anwendungen zur Verfügung.

  • Zeit ist Geld!
    Weniger Aufwand bei der Installation.
  • Weniger ist mehr!
    Deutlich geringerer Materialeinsatz bei Schaltermaterial, Installationsmaterial und Kabel.
  • Unterm Strich effizienter!
    Die effizienteste Lösung für eine umfassende Multimediaverkabelung.

Was ist der Unterschied zwischen der homeway Basisdose A1RC und der TwiGa Basisdose?

Der Hauptunterschied liegt in der späteren Verwendung. Die Basisdose A1RC kann 1x Gigabit (bzw. später 10GbE) + TV zur Verfügung stellen, die TwiGa Basisdose kann 2 x (10)Gigabit + TV ausgeben.
Aus diesem Grund wird die A1RC Basisdose mit 1 x Datenkabel (GREENforMEDIA), die TwiGa Basisdose mit 2 x Datenkabel (GREENforMEDIA) angeschlossen. Der TV-Verkabelungsteil ist bei beiden Dosenvarianten identisch.

Die Module für LAN und Telefonanwendungen für beide Dosen unterscheiden sich und sind nicht kompatibel. Deshalb werden sie auch farblich unterschieden und von der Bedruckung und Codierung her eindeutig den jeweiligen Dosen zugeordnet.

Ich möchte meine Anschlussdose für GbE-Anwendungen vorbereiten. Welches Kommunikationsmodul benötige ich hierfür?

Für Gigabit-LAN (später sogar für 10Gigabit-LAN) ist das Kommunikationsmodul EKKS 8/8 RJ45 in die homeway A1RC Basisdose einzusetzen.

Wohin wird der Router platziert?

Der Router kommt vorzugsweise in die homeway Zentrale. Mit homeway werden dann die Anschlüsse des Routers für LAN und Telefon auf die einzelnen Wohnräume verteilt.

Ist homeway auch für Einkabellösungen (Unicable) geeignet?

Ja, homeway funktioniert zusammen mit teilnehmergespeisten Einkabelsystemen nach EN50494 und EN50607. Das TV-Modul ET7 ist in der Dose zu verwenden, der Anschluss des SAT-Receivers hat an der F-Buchse zu erfolgen. Weiterhin ist in der Zentrale ein handelsüblicher diodenentkoppelter TV-Verteiler einzusetzen.