deutsch |english |
HomeWay stattet das innovative Zukunftsprojekt e-wohnlabor aus...
 

FAQ-Liste

 

Diese Liste ist eine Zusammenstellung häufig gestellter Fragen rund um das Thema Multimediaverkabelung im Heimbereich und SOHO, aber auch konkret zum HomeWay-System. 

 

Ist es nicht überflüssig, einen Datenanschluß im Wohnzimmer oder einen TV-Anschluß im Büro zu haben?

  • Zwecks Flexibilität und Zukunftssicherheit - nein. Wenn z.B. der Fernseher einen Internetanschluß bekommt, dann wird zusätzlich zur TV-Buchse eine Telefonbuchse benötigt. Oder wenn der PC einen schnellen Zugang über TV-Kabelmodem oder Sat-Schüssel erhält, dann benötigt dieser den TV- bzw. Sat-Anschluß. Wohl dem der gerüstet ist und nicht nachverkabeln muß.

 

Man kann doch demnächst Daten über die Stromleitung übertragen, wozu dann noch eine Multimediaverkabelung?  

  • Innerhalb des Hauses - das Stromkabel als hausinternes Verkabelungsnetz für Daten:
    Sicher ist das Stromnetz im Haus überall vorhanden und dadurch hochverfügbar, dennoch eignet es sich nicht als schnelles Datennetz, geschweige denn als Medium für TV-Übertragung. Die frei liegenden, ungeschirmten Stromkabel haben bei der für schnelle Datenübertragung benötigten hohen Trägerfrequenz und -amplitude erhebliche Abstrahlung zurfolge. Diesen Umstand mit bestehenden EMV-Richtlinien in Einklang zu bringen, ist nicht einfach, von der Vertraulichkeit der Daten ganz abgesehen. Hinzu kommt die Gefahr der Einstrahlung und damit Störung des Netzes von Außen. Last but not least: Die Verbraucher des Stromnetzes produzieren ebenfalls Störungen. Fazit: Geringe Datenraten sind einfach und elegant realisierbar, wie z.B. Daten zur Steuerung und Automatisierung diverser Funktionen im Haus, aber wenn es um Multimedia-Anwendungen geht, mit einer Datenübertragung von mehreren MBit/s oder gar Fast-Ethernet, führt an einer vernünftigen Verkabelung kein Weg vorbei.
  • Außerhalb des Hauses - das Stromkabel als Zugangsleitung für Daten zum Haus, z.B. die Anbindung an Internet:
    Hier wird statt der Telefonleitung das Stromnetz als Datenquelle benutzt. Der wesentliche Nutzen ist die ständige Verfügbarkeit dieser "Standleitung", allerdings müssen sich sämtliche Nutzer eines Wohngebietes (selber Stromverteiler) die Datenrate teilen, da sie parallel auf dieselbe Leitung zugreifen - die angepriesenen hohen Bandbreiten lassen sich nur theoretisch realisieren. Zudem benötigt man zum Surfen im Internet die Telefonleitung als Rückkanal. Fazit: Möglicherweise ist diese Technologie eine interessante Alternative zum herkömmlichen Internetzugang über Modem und Telefon, sofern sich die Ansprüche hinsichtlich Datenrate in Grenzen halten, auch die Funktionalität "Email in Echtzeit" ist nicht zu verachten. Zur Verteilung dieses Dienstes innerhalb des Hauses gilt das oben Gesagte: vernünftige Multimediaverkabelung zur Verteilung sämtlicher Dienste im Haus.

    Inzwischen sind die meisten deutschen Powerline Communication (PLC)-Aktivitäten eingestellt worden. 

  

Kann ich mit HomeWay ein USB-Netz realisieren? Ist HomeWay USB-kompatibel?  

  • Der USB (= Universal Serial Bus) erfreut sich mit Recht großer Beliebtheit als Schnittstelle zwischen PC und diversem Zubehör. Er dient als reines Datennetz und ist "hot plugable", d.h. man kann die Stecker während des Betriebs ein und ausstecken, die angeschlossenen Komponenten erkennen permanent den Zustand. Auch die Datenrate kann sich mit immerhin 480MBit/s sehen lassen (USB 2.0). Es gibt ISDN-Anlagen auf dem Markt, die USB-fähig sind und mithilfe dieser Technologie den Anschluß mehrerer PCs erlauben. Leider beträgt jedoch die maximale Länge von USB-Strecken 5m. USB-Netze beschränken sich somit auf die Verkabelung innerhalb eines Raumes. Die offizielle Quelle hierzu ist http://www.usb.org. HomeWay ist insofern kompatibel, als man damit Ethernet- oder ISDN-fähige USB-Verteiler miteinander kombinieren kann, z.B. als Verbindung mehrerer Telefonanlagen oder Endgeräte.

 

HomeWay und IEEE 1394 (i.LINK, FireWire):  

  • Im Wesentlichen gilt das unter "USB" gesagte. Die Lizenzen der IEEE1394-Schnittstellen lauten bei Apple "FireWire" und bei Sony "i.LINK". Die Übertragungsrate reicht hinauf bis 400Mbit/s, allerdings ist auch hier die Länge der Verbindungskabel beschränkt, nämlich auf 4,5 Meter. Weiteres siehe obiger Punkt "USB". Der erweiterte Standard IEEE 1394b von 1999 sieht eine Übertragung bis 100m über eine "class D"-Verkabelung vor. Zwar befinden sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine entsprechenden Endgeräte auf dem Markt, man kann sich jedoch schon heute darauf vorbereiten - mit HomeWay (ebenfalls class D).

 

Benötige ich überhaupt noch Kabel, wenn ich statt dessen ein drahtloses Funknetz realisieren kann?  

  • Die angesprochenen drahtlosen Funknetze sind - wie auch USB und IEEE 1394 - reine Datennetze. Für Telefon, TV, Radio, Sat muß somit ohnehin Kabel verlegt werden. Die maximale Datenrate teilen sich alle angeschlossenen Teilnehmer, höhere Datenraten sind nur in kleinen Funkzellen realisierbar, die sich auf die Größe eines Raumes beschränken. Auch hier benötigt man letzten Endes eine Infrastruktur, die die entsprechenden Räume miteinander vernetzt.

 

Was passiert, wenn die Tel/Data-Anschlüsse der Dosen bei Einstecken der Endgeräte versehentlich vertauscht werden?  

  • Außer einer Fehlfunktion - nichts.
    1. Falsche Signalpegel richten weder telefon- noch datenseitig Schaden an.
    2. Die Phantomspeisung für ISDN wird durch einen Potentialunterschied zwischen den Paaren 4/5 - 3/6 realisiert. Eine versehentlich eingesteckte Netzwerkkarte nimmt diese nicht wahr, da sie nur auf 1/2 - 3/6 zugreift.
    3. Die Klingelspannung eines Analogtelefon-Anschlusses liegt zwischen 4 und 5 an, auch sie wird aus dem oben beschriebenen Grund nicht wahrgenommen.
    4. Dennoch gibt es Vorkehrungen, die einer Vertauschung vorbeugen sollen: Eindeutige Kennzeichnung der Dosen, die entsprechend der Installationsanleitung mittels beiliegenden Pappschildchen sowie Aufklebern erfolgt.

 

Kann das HomeWay-Verlegekabel unter Putz verlegt werden?  

  • Ja, das Kabel ist Unterputz-tauglich. Ob man die Installation tatsächlich so ausführt oder lieber zu Leerrohren greift ist somit eher eine Frage des Preises und der Nachrüstbarkeit.

 

Kann das HomeWay-Verlegekabel im Erdreich verlegt werden?  

  • Jein, das Kabel ist standardmäßig für die Verkabelung innerhalb des Haus vorgesehen. Es ist zwar feuchtigkeitsresistent, die mechanische Belastung unter der Erde könnte das Kabel jedoch verletzen. Lösung: Das Kabel wird unterirdisch durch ein Rohr geführt.

 

Was bedeutet SOHO?  

  • SOHO ist die Abkürzung für "Small Office, Home-Office". "HO" ist definitiv ein Home-Office, also Wohnhaus oder Wohnung mit Office-Arbeitsplatz. "SO" dagegen wird von einem 2-Mann Reisebüro bis zu einer 16-Mann Kanzlei gedehnt. Unsere empfohlene Daumenregel: Mit SOHO meinen wir alles, was nicht mehr 19"-Technik ist und auch keinen zentralen Server hat - und genau diese Tatsache macht HomeWay attraktiv:
    1. Kostenersparnis, da kein 19"-Schrank benötigt wird,
    2. dadurch auch platzsparend,
    3. Telefonanlage, HUB, Sat-Verteiler werden ohnehin flach montiert,
    4. Flexibilität dank des zusätzlichen TV- und Sat-Anschlusses, über den möglicherweise mal die Internetanbindung erfolgt.

 

Wie kann ich die fertig installierte Verkabelung prüfen? Brauche ich teure Meßgeräte?  

  • Ein einfacher Verkabelungstester kann völlig ausreichen, da er die gängigen Anschlußfehler wie Unterbrechung, Kurzschluß und Vertauschung anzeigt. Solche Geräte gibt es bereits für ca. 150,- Euro im gut sortierten Fachgroßhandel z.B. von den Firmen BTR, Telegärtner, Fluke, Rutenbeck, Idea... Es muß kein Datennetz-Handtester für 3000,- Euro sein, außer man benötigt ein Protokoll. Aber die Ausfallkosten im Heimbereich sind ohnehin nicht zu vergleichen mit den hohen Regressansprüche im Zusammenhang mit professionellen Datennetzen. Außerdem wird HomeWay komplett "Farbe auf Farbe" aufgelegt, was die Installationssicherheit enorm erhöht.

  

Warum ist im Verteiler kein aktiver Daten-Switch (oder Hub) integriert?
Warum ist im Verteiler kein Antennenverteiler integriert?
 

  • Technisch gesehen wäre das durchaus möglich und würde insgesamt sogar Platz sparen. Nachteilig wäre jedoch, daß man damit an den internen HUB oder Antennenverteiler gebunden wäre, und somit nicht mehr flexibel. HomeWay dagegen bietet die Option, herstellerunabhängig die gängigen, aktuellen Komponenten extern anzuschließen, sei es datenseitig ein HUB, Switch oder Router, sei es TV-seitig ein passiver oder aktiver Verteiler oder gar Sat-Verteiler, jederzeit ist man kompatibel und kann nachrüsten.